Mit dem Camper durch Jordanien

Lohnt sich eine Reise nach Jordanien?

Jordanien war im vergangenen Jahr eines unserer absoluten Highlights. Das Land bietet viel Abwechslung und spricht ganz unterschiedliche Bedürfnisse an. Abenteurer, Archäologie-, Geschichts- und Kulturinteressierte kommen hier voll auf ihre Kosten.
Auch für Menschen, die vielleicht zum ersten Mal in ein muslimisch geprägtes Land reisen, kann Jordanien eine gute Wahl sein, da vieles touristisch gut erschlossen ist. Die Kombination aus verschiedenen Eindrücken und Möglichkeiten macht das Reisen hier besonders. Für uns war es zum Beispiel das erste Mal, dass wir im Toten Meer schweben durften, durch Wadis gewandert sind oder mit dem eigenen Fahrzeug durch die Wüste fahren konnten.
Auch das Essen ist unbeschreiblich lecker, und die Menschen sind so gastfreundlich, dass es sehr einfach ist, in die Kultur einzutauchen und neue Leute kennenzulernen.

Wie viel Zeit solltest du für Jordanien einplanen?

Jordanien ist nicht besonders gross, etwa doppelt so gross wie die Schweiz. Von einem zum nächsten Stellplatz hatten wir meist nur ein bis zwei Stunden Fahrzeit, was im Vergleich zur Türkei beispielsweise sehr wenig ist. Es gibt sehr viele Sehenswürdigkeiten, die sich jedoch gut in zwei bis drei Wochen besuchen lassen.
Wer auch noch wandern oder tauchen möchte, braucht vielleicht doch noch ein wenig mehr Zeit. Am Roten Meer gibt es mehrere qualifizierte Tauchschulen und in Jordanien sind auch viele mehrtägige Wanderungen möglich.
Wir waren knapp einen Monat in Jordanien, haben davon aber eine Zeit lang bei unserem Beduinenfreund gelebt und waren eher langsam unterwegs.

Einreise nach Jordanien

Brauche ich ein Visum für die Einreise in Jordanien?

Das Visum für Jordanien haben wir problemlos als «on Arrival» erhalten. Ein wichtiger Tipp: Bestellt euch unbedingt vorab den Jordan Pass. Wenn ihr diesen am Zoll vorzeigt, entfallen zusätzliche Visumskosten komplett.

Der Jordan Pass: Warum sich der Kauf lohnt

Der Jordan Pass ist ein kombinierter Touristenpass, den man vor der Einreise online kaufen muss. Er deckt sowohl die Visagebühr als auch den Eintritt zu über 40 Sehenswürdigkeiten ab, wie zum Beispiel Petra und Jerash.

Finanziell lohnt sich der Pass meistens sehr schnell. Allein der Eintritt für Petra ist so hoch, dass sich der Pass oft schon rentiert, wenn man nur eine weitere Sehenswürdigkeit besucht. Hier ein kleiner Preisvergleich:

  • Ohne Jordan Pass (ca. 90 JOD / 108 Euro): Visum (40 JOD) + 1 Tag Petra (50 JOD).
  • Mit Jordan Pass (ab 70 JOD / 85 Euro): Inklusive Visum und Eintritt für über 40 Sehenswürdigkeiten.

Es gibt drei Optionen des Jordan Passes. Der Unterschied liegt lediglich in der Anzahl der Tage, die man in Petra verbringen möchte:

  • 70 JOD (85 Euro): 1 Tag Petra
  • 75 JOD (92 Euro): 2 Tage Petra
  • 80 JOD (98 Euro): 3 Tage Petra

Alle Details findet ihr hier: https://www.jordanpass.jo/contents/Prices.aspx

Für uns hat ein Tag in Petra ausgereicht. Viele Reisende planen jedoch zwei Tage ein, da das Areal ziemlich gross ist. In unserem Blog findest du weitere Infos zu Petra und Tipps, wie du die grossen Menschenmassen umgehen kannst.

Brauche ich ein Carnet de Passage für die Einreise in Jordanien?

Ja, ihr benötigt ein Carnet de Passage (CDP). Wir haben das Zolldokument in der Schweiz beim ACS beantragt. Während für unsere anderen Reiseländer ein Depot von 50 % des Fahrzeugwerts ausreichte, mussten wir für Jordanien auf 100 % aufstocken. Es gibt tatsächlich Leute, die einen Weg gefunden haben, das Fahrzeug ohne das CDP einzuführen. Um darüber mehr Informationen zu erhalten, empfehlen wir, in den Reisechats (siehe unter „Weitere Informationen“) nachzufragen.

Vom Irak nach Jordanien: Einreise über Trebil Border Crossing

Beachtet, dass die Strecke von Bagdad zur jordanischen Grenze über 500 km lang ist. Es gibt zwar Tankstellen, aber nicht jede führt Diesel oder verkauft ihn an Reisende. Prüft vorab auf iOverlander, wo Diesel aktuell verfügbar ist. An den folgenden Tankstellen konnten wir problemlos tanken (Stand Januar 2026):

Tankstelle Irak:

https://maps.app.goo.gl/cYYYge4wwXCiR2kN7

Tankstelle Jordanien:

https://maps.app.goo.gl/Q2zwQMZiipJ5SiP47

Für die Ausreise aus dem Irak solltet ihr unbedingt irakische Dinar (IQD) dabei haben, um die Gebühren vor Ort zu bezahlen. Sobald ihr auf der jordanischen Seite seid, benötigt ihr jordanische Dinar (JOD), die ihr unkompliziert in der Wechselstube am Zoll tauschen könnt.

Die genauen Beträge für die irakische Seite haben wir nicht mehr im Kopf, aber ein Puffer in bar ist ratsam. Auf der jordanischen Seite haben wir 73 JOD für die Versicherung bezahlt sowie weitere 35 JOD, deren genauen Verwendungszweck wir nicht mehr wissen. (Mehr zur Versicherung findet ihr unter: KFZ-Versicherung)

Erfahrungsbericht vom Traibeel Border Crossing (Irak – Jordanien)

Am Grenzübergang wurden wir erstmals mehrfach mit Hunden durchsucht. Danach folgte die Kontrolle aller notwendigen Papiere für die Ausreise aus dem Irak. Ein Fixer begleitete uns gegen ein kleines Trinkgeld von Gebäude zu Gebäude, um alle Zollangelegenheiten (Customs) zu erledigen.

Von Bagdad zur jordanischen Grenze braucht man gut 5 h, wodurch man den Zoll oft erst gegen Abend erreicht. Da das Prozedere bekanntlich seine Zeit dauert und der Zoll keinen 24-Stunden-Betrieb hat, kann es vorkommen, dass ihr im Niemandsland zwischen dem Irak und Jordanien übernachten müsst.
Das ist jedoch problemlos möglich und auch üblich.

So kann am nächsten Morgen direkt mit der Einreise nach Jordanien begonnen werden. Zudem gab es für uns spannende Erlebnisse, die unsere Nacht am Zoll zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Mehr dazu findet ihr in unserem Blog-Beitrag.

Dieser Grenzübertritt ist bekannt dafür, dass er bürokratisch ziemlich zermürbend sein kann und sich ordentlich in die Länge zieht. Besonders die Kontrolle auf der jordanischen Seite ist zeitaufwendig. Wenn man Pech hat, wird das gesamte Fahrzeug gefilzt und man muss alles ausladen, was man dabei hat.

Wir hatten Glück und unser Sprinter musste lediglich durch den Scanner und wurde mehrfach von Hunden durchsucht. Gesucht und gefragt wurde hauptsächlich nach einer Drohne. 

Falls ihr eine Drohne mitführt, solltet ihr diese angeben. Sie wird dann offiziell eingeschweisst, und ihr müsst ein Depot hinterlegen. Dieses Geld bekommt ihr bei der Ausreise zurück, wenn das Siegel noch unbeschädigt und die Drohne weiterhin eingeschweisst ist.

Sicherheit in Jordanien

Jordanien galt lange Zeit als sehr stabil und hielt sich weitestgehend aus den Konflikten im Nahen Osten heraus. Aufgrund des aktuellen Kriegs (Stand Februar 2026) ist die Situation spürbar angespannt.

Trotzdem sind uns viele Reisende bekannt, die derzeit noch in Jordanien unterwegs sind. Lokale Quellen raten jedoch zu erhöhter Vorsicht. Man sollte sich insbesondere von US-Stützpunkten fernhalten und die Sicherheitslage ständig im Auge behalten.

Wir selbst haben im Januar (vor der Eskalation) einen Monat in Jordanien verbracht und uns sehr wohl gefühlt. Wir haben uns eigentlich nie Sorgen um unsere Sicherheit gemacht. Das Freistehen in der Natur ist weit verbreitet und die Menschen begegneten uns sehr offen und freuten sich über unsere Anwesenheit. Schon damals wurde vom Auswärtigen Amt von Reisen in die Grenzgebiete abgeraten, was für uns natürlich nicht ganz umsetzbar war, da wir direkt aus dem Irak eingereist sind. Auch hier galt für uns, informiert zu bleiben und die Route gegebenenfalls anzupassen.

In Jordanien fährt man, ähnlich wie im Irak, immer wieder an Checkpoints vorbei. Die Beamten sind hier jedoch sehr zurückhaltend. Wir mussten nur selten unsere Pässe vorzeigen.

Mehr Gedanken als um die Sicherheitslage im Land haben wir uns stattdessen um die Sicherheit in den Wadis gemacht. Besonders von Mitte November bis Mitte März sind viele Wadis aufgrund der Sturzflutgefahr geschlossen. Bei den frei zugänglichen muss man wegen der Gefahr von Sturzfluten (Flash Floods) vorsichtig sein.

Die Sicherheitslage im Nahen Osten kann sich jederzeit schnell ändern. Unsere Berichte basieren auf unseren persönlichen Erfahrungen und den uns vorliegenden Informationen vor Ort (Stand: Frühjahr 2026). Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit oder Aktualität. Bitte informiert euch vor eurer Reise selbst bei offiziellen Stellen über die aktuelle Lage.

Als Frau in Jordanien

Vieles, was ich bereits in meinem Blog über den Irak festgehalten habe, gilt auch für Jordanien. Ein Unterschied ist jedoch, dass Jordanien touristisch stärker erschlossen ist als der Irak oder Saudi-Arabien, was sich für mich als Frau im Reisealltag bemerkbar gemacht hat. Ich habe mir weniger Gedanken gemacht und habe vieles insgesamt als sehr entspannt empfunden.
Mir wurde mit grossem Respekt begegnet. Während ich in anderen europäischen Ländern auf meiner Reise gelegentlich die Erfahrung gemacht habe, dass sich Männer eher an meine männliche Begleitung wandten, kam dies hier kaum vor, stattdessen wurde ich meist direkt angesprochen.
Insgesamt habe ich mich als Frau sehr wohl gefühlt. Da ich mit meinem Partner unterwegs war, kann ich jedoch nicht für alleinreisende Frauen oder andere Personen sprechen. In diesem Fall lohnt es sich, sich vorab in Reise-Communities zu vernetzen.

Kleidung

In Jordanien gilt, wie überall auf Reisen, dass es wichtig ist, sich den kulturellen Gegebenheiten anzupassen und sich entsprechend zu kleiden. Mir persönlich ist es in muslimisch geprägten Ländern, so auch hier in Jordanien, am wohlsten in langen, luftigen Hosen.
Grundsätzlich habe ich versucht, meine Kleidung immer der jeweiligen Umgebung anzupassen. In abgelegeneren Regionen, in denen kaum Touristinnen unterwegs waren, trug ich ein langes, luftiges Hemd und lange Hosen. In touristisch stärker erschlossenen Orten war auch ein kurzärmliges T-Shirt, das die Schultern bedeckt, passend. In religiösen Stätten ist es selbstverständlich erforderlich, eine Kopfbedeckung zu tragen. Diese kann man bei einem Besuch jedoch meist unkompliziert vor Ort ausleihen.

Am Roten Meer und am Toten Meer ist das Schwimmen im Bikini an öffentlichen Stränden ebenfalls üblich. Dort trifft man auch auf andere Touristinnen, was sich bei mir positiv auf das Wohlbefinden ausgewirkt hat.

Autofahren in Jordanien

Das Strassennetz in Jordanien ist hervorragend ausgebaut und die Verhältnisse sind überwiegend sehr gut. Wie überall in der Region kann der Belag zwischendurch mal etwas rauer werden oder das eine oder andere Schlagloch auftauchen, aber insgesamt kommt man in diesem eher kleinen Land extrem zügig von A nach B.

Maut und Navigation in Jordanien

Zum Zeitpunkt unserer Reise gab es in Jordanien noch keine Mautgebühren. Wir haben jedoch erste Anzeichen gesehen, die darauf hindeuten, dass auf den grossen Schnellstrassen in Zukunft ein Mautsystem eingeführt werden könnte.
Für die Navigation haben wir uns komplett auf Google Maps verlassen. Der Dienst funktioniert im ganzen Land uneingeschränkt und zuverlässig.

Brauche ich eine Kfz-Versicherung in Jordanien?

Die grüne Versicherungskarte aus Europa wird in Jordanien nicht anerkannt. Ihr müsst direkt an der Grenze eine lokale Kfz-Versicherung abschliessen. Die Kosten richten sich nach dem Fahrzeugtyp. Für unseren Mercedes Sprinter haben wir für eine Laufzeit von 3 Monaten insgesamt 75 JOD bezahlt.

Kann man Jordanien ohne Allrad bereisen? 

Die kurze Antwort: Ja. Du kannst sogar in die Wüste fahren.
Jordanien lässt sich problemlos ohne 4×4 bereisen. Die gut ausgebauten Strassen führen selbst in entlegene Winkel des Landes. Auch die Auswahl an Stellplätzen ist gross und die meisten davon sind mit einem ganz normalen 2WD-Fahrzeug erreichbar.

Grosse Teile Jordaniens bestehen aus Wüste, und das berühmte Wadi Rum ist eine beliebte Region bei Reisenden. Viele glauben, dass hier ohne Allrad Schluss ist, aber das stimmt nicht ganz. Auch mit einem 2×4-Fahrzeug kann man Teile der Wüste erkunden, sofern man sich gut informiert und ein paar wichtige Regeln beachtet.

Tipp: Was ihr genau beachten müsst, bevor ihr mit eurem Fahrzeug den Asphalt verlässt, erfahrt ihr in unserem speziellen Blogbeitrag: [Link: Mit dem 2×4 in die Wüste].

Freistehen / Campingplätze / Unterkünfte in Jordanien

In Jordanien waren wir nie auf Campingplätzen. Stattdessen ist das Freistehen dort sehr verbreitet. Über die App iOverlander findet man viele geeignete Stellplätze. Besonders schön ist, dass sich die Einheimischen über Reisende freuen, sodass man nie das Gefühl hat, zu stören. Oft reagieren sie sehr herzlich und laden einen sogar auf einen Tee oder zum Essen ein.

Vanlife-Alltag in Jordanien: Wasser, Entsorgung und Dieselqualität.

Jordanien ist sehr einfach mit dem Camper zu bereisen. Es mangelt zwar an Camping-Infrastruktur, aber wenn man das Fahrzeug darauf ausgerichtet hat, autark auszukommen, kommt man gut zurecht.

Wo kann ich Wasser füllen? 

Auf der App iOverlander sind viele Wasserstellen eingezeichnet. 

In Jordanien findet man immer wieder Brunnen, an denen man den Wassertank auffüllen kann. Zusätzlich gibt es Wasserstationen, die aufbereitetes Trinkwasser verkaufen. Für 90 Liter haben wir jeweils 2 JOD bezahlt. 

Unser Wassersack war dabei unverzichtbar, um den Tank überhaupt befüllen zu können, ohne diesen wäre das Ganze deutlich umständlicher gewesen.

Wo kann ich meinen Müll und mein Grauwasser entsorgen?  

Grauwasserentsorgung sucht man vergeblich. Am besten fragt man bei Autowaschanlagen nach. Dabei sollten möglichst biologisch abbaubare Reinigungsmittel verwendet werden.

Mülltonnen findet man hingegen in regelmässigen Abständen.

Die Sache mit dem Diesel: Wo bekomme ich Diesel, gibt es viele Tankstellen & wie ist die Dieselqualität in Jordanien?

Diesel haben wir problemlos überall erhalten. Wir wurden immer wieder gewarnt, darauf zu achten, nicht betrogen zu werden. Scheinbar besteht die Masche, dass nach der Tankfüllung der Betrag auf der Anzeige unkenntlich gemacht wird und mehr als nötig bezahlt werden muss. Wir hatten jedoch nie Probleme dieser Art.
Die Dieselqualität ist ein Thema, das viele Overlander beschäftigt. Auch in Jordanien ist die Qualität teilweise fragwürdig. Besonders neue Automodelle leiden unter dem erhöhten Schwefelgehalt. Da es in regelmässigen Abständen Tankstellen gibt, lohnt es sich jeweils, nur bei grossen, lizenzierten Tankstellen zu tanken.

Die iOverlander-App bietet auch hier einen guten Überblick über Tankstellen mit guter Qualität.

Hilfreiche Informationen Jordanien / Gut zu wissen

Hier findet ihr noch ein paar Tipps und Tricks und Informationen, die euch vielleicht weiterhelfen können. Insgesamt kann gesagt werden, dass Jordanien ein sehr einfach zu bereisendes Land ist.

WhatsApp-Gruppen für Reisende

Um informiert zu bleiben und mitzubekommen, worüber sich andere Reisende Gedanken machen, fanden wir besonders die Overlander-WhatsApp-Gruppe sehr hilfreich.

Wo kannst du dich über die aktuelle Lage informieren?

Für die gesamte Arabische Halbinsel hat sich für uns eine Kombination aus lokalen Nachrichten, Informationen von Einheimischen in WhatsApp-Gruppen, den Erfahrungen anderer Reisender und der App Liveuamap als besonders hilfreich erwiesen.
Ein guter internationaler Nachrichtensender für den Nahen Osten ist Al Jazeera. Dort findest du regelmässig aktuelle Berichte und Hintergrundinformationen aus der Region.
Sehr hilfreich ist auch die App Liveuamap.
Sie zeigt aktuelle Ereignisse und Konflikte auf einer Karte an. Meldungen werden geografisch eingezeichnet, sodass du schnell sehen kannst, wo genau etwas passiert ist und ob es deine Reiseroute betreffen könnte.

Download der App:
Apple:
https://apps.apple.com/sa/app/liveuamap/id1003808504?l=ar
Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.altwork.liveuamap

Zusätzlich kann es hilfreich sein, WhatsApp-Gruppen oder Reise-Communities zu verfolgen. Dort berichten andere Reisende und Einheimische oft sehr schnell über die aktuelle Lage und lokale Entwicklungen.

Geld / Währung / Bezahlung in Jordanien / Wie teuer ist Jordanien? 

In Jordanien bezahlt man mit dem Jordanischen Dinar (JOD). Da die Währung bereits seit 1995 fest an den US-Dollar gekoppelt ist, ist der Wechselkurs extrem stabil, aber auch hoch: Ein JOD ist stolze 1.40 US-Dollar wert. Das sollte man beim Umrechnen im Hinterkopf behalten, um nicht den Überblick über die Ausgaben zu verlieren.

Trotz des hohen Werts der Landeswährung kann man in Jordanien sehr preiswert reisen. Vor allem auf den grossen Gemüse- und Früchtemärkten sind die Preise extrem niedrig. Wenn ihr euch zudem abseits der Touristenpfade bewegt, findet ihr fantastische lokale Restaurants: Ein Falafel- oder Schawarma-Sandwich bekommt man dort oft schon für unter einem JOD.

Bargeld oder Kreditkarte: Vielerorts kann man problemlos mit Kreditkarte bezahlen. Dennoch ist es ratsam, immer ausreichend Bargeld dabei zu haben. Besonders auf lokalen Märkten oder in kleineren Restaurants wird die Karte nicht immer akzeptiert.

Unser Tipp für den ATM: Bei der Jordan Kuwait Bank konnten wir ohne Gebühren abheben.

Welche SIM-Karte für Jordanien? 

Wer im Van unterwegs ist, braucht Internet. Sei es für die Navigation, die Recherche nach dem nächsten Stellplatz oder einfach zum Streamen am Abend. Wir haben während unserer Zeit in Jordanien zwei verschiedene Anbieter getestet und dabei deutliche Unterschiede in der Zuverlässigkeit festgestellt.

Zain JO: Viel Datenvolumen, aber schwankende Netzverbindung

Unsere erste SIM-Karte von Zain JO haben wir direkt nach der Einreise an der Grenze gekauft. Das Preis-Leistungs-Verhältnis klang unschlagbar:

  • Preis: ca. 13 JOD
  • Daten: 120GB für einen Monat
  • Erfahrung: Tagsüber funktionierte die Verbindung einwandfrei und wir hatten absolut nichts auszusetzen. Gegen Abend aber brach der Empfang regelmässig zusammen und war teilweise unbrauchbar schlecht. Wer also gerne abends arbeitet oder Filme schaut, könnte hier Geduldsproben erleben.

Umniah: Die stabile Alternative

Als zweite Option haben wir eine Karte von Umniah genutzt. Hier waren die Konditionen etwas anders:

  • Preis: 9 JOD
  • Daten: 25GB für einen Monat
  • Erfahrung: Auch wenn das Datenpaket kleiner ist, hat uns die Stabilität überzeugt. Der Empfang war zu jeder Tages- und Nachtzeit wesentlich konstanter und zuverlässiger als bei Zain.

Unser Fazit: Wenn ihr auf eine durchgehend stabile Verbindung angewiesen seid, ist Umniah trotz des geringeren Datenvolumens die bessere Wahl. Sucht ihr hingegen nur für den Tag massig Daten zum kleinen Preis, macht ihr mit Zain nichts falsch.

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